Verein 12.03.2018 — 15:30 Uhr

Brief an die DFL: Kritik an Terminierungen

Acht Spiele außerhalb der Wochenenden - Lehmann: "Wirtschaftlicher Nachteil" aufgrund familiärer Fanstruktur

©Alexander Scheuber/Bundesliga/DFL via Getty Images

Der Vorstand des 1. FSV Mainz 05 hat in einem Brief an Christian Seifert, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFL, Kritik an den Terminierungen der Spiele seiner Mannschaft in der Bundesliga geäußert. Der Vereinsvorstand bittet Seifert in seinem Brief insbesondere um eine Erläuterung zur Ansetzung des Heimspiels gegen den SC Freiburg als Montagspiel (16. April). Die DFL hatte im Zuge der Vergabe der TV-Rechte die Entlastung von Europa-League-Teilnehmern als Grund für die Einführung von Montagsspielen angeführt. Dies trifft auf beide Klubs nicht zu. Gleiches gilt übrigens für das Duell zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln an diesem Montagabend.

Jan Lehmann erläutert den Brief an die DFL: "Mainz 05 hat, wie alle anderen Bundesligisten seinerzeit auch, der Einführung der Montagsspiele zugestimmt. Voraussetzung dafür war die zu diesem Zeitpunkt nachvollziehbare Argumentation, den Teilnehmern an der Europa League mehr Regenerationszeit zu verschaffen. Bei zwei von fünf angesetzten Montagsspielen ist dies nicht der Fall, darunter auch bei unserem Spiel gegen den SC Freiburg", sagt der 05-Vorstand.

Die Mainzer Kritik an den nun bis Saisonende festgelegten Spielterminen geht jedoch weiter. Mainz 05 muss als einziger Bundesligist in dieser Saison acht Spiele außerhalb der Wochenenden (also zwischen Montag und Freitag) bestreiten, sechs davon sind Heimspiele. "Diese Ansetzungen sind für unsere Fans ein Nachteil, insbesondere auch aufgrund unserer familiären Fanstruktur. Für uns als Verein entsteht durch die geringere Zuschauerzahl an Spielen unter der Woche zudem ein wirtschaftlicher Nachteil", sagt Lehmann. 

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