Profis 02.06.2020 — 16:15 Uhr

"Müssen zeigen, dass wir die mit dem größten Willen sind"

Alexander Hack glaubt fest an die Mentalität der Mannschaft im Abstiegskampf: "Jeder kann seinen Teil dazu beitragen"

Gegen die TSG Hoffenheim musste Alexander Hack zur Halbzeit mit Wadenproblemen raus und zeigte danach auch von der Bank die richtige Einstellung: "Ich hatte bis gestern keine Stimme, weil ich von draußen Vollgas gegeben habe."

Der 29. Spieltag ist gelaufen. Leider nicht so wie gewünscht aus Sicht des 1. FSV Mainz 05. Das Team von Achim Beierlorzer kassierte eine enttäuschende 0:1-Niederlage in der OPEL ARENA gegen die TSG Hoffenheim. "Wir haben noch genug Spiele, um das gerade zu rücken, was wir im Rest der Saison versäumt haben. Wir wissen, wie wir uns intern anzupacken haben, um unser Ziel zu erreichen - und wir haben die Mentalität dafür", gab sich Abwehrspieler Alexander Hack am Dienstag in einer virtuellen Medienrunde zuversichtlich.

Ein Punkt Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz, das ist die Ausgangssituation fünf Spiele vor Ultimo. Werder Bremen hat am Mittwoch noch die Chance, im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt mit den Mainzern nach Punkten gleichzuziehen. Am Samstag geht es für die 05ER dann zum Derby bei der Eintracht. "Für uns zählt im Moment nur der Sieg in Frankfurt. Danach gucken wir auf das nächste Spiel. Unsere Position über dem Strich müssen wir einfach als Vorteil nutzen in diesem Abstiegskampf", sagte der Innenverteidiger. "Wir haben es immer noch selbst in der Hand. Das müssen wir einfach positiv sehen. Wir müssen mindestens mit derselben Intensität wie in den beiden vergangenen Spielen in die weiteren Aufgaben gehen, dann schaffen wir auch den Klassenverbleib."

Kein Nachtrauern

Trotzdem wollte der 26-Jährige nicht verhehlen, dass die Enttäuschung innerhalb der Mannschaft noch groß sei. Nur einen Punkt holte der FSV in der Englischen Woche, "es hilft uns aber in der Phase einfach nicht, dem nachzutrauern. Wir sehen, was wir für Punkte hätten haben können, dürfen uns jedoch nicht mehr damit beschäftigen, was dazu geführt hat, dass wir in dieser Situation sind. Wir müssen auch nicht mit dem Finger gegenseitig auf uns zeigen. Das hilft nicht. Wir sind da gemeinsam hineingeraten, jetzt müssen wir da auch gemeinsam wieder raus. Das hat jeder in der Mannschaft verstanden." Im Endeffekt sei es doch immer wieder dasselbe. Es gehe um die Tugenden, um den Willen, um Mentalität. "Gemeinsam, als ganzes Team Gas geben. Wer den größten Willen hat, wird am Ende belohnt. Wir müssen zeigen, dass wir die mit dem größten Willen sind. Das ist Abstiegskampf", so Hack. 

Wir sind da gemeinsam hineingeraten, jetzt müssen wir da auch gemeinsam wieder raus

"Wir müssen es schaffen, das Emotionale auf den Platz zu bringen. Am Ende schafft nicht die Mannschaft den Klassenerhalt, die am schönsten gespielt hat. Mentalität steht über Qualität. Das Wissen, um was es geht, das muss in die Köpfe. Wenn jeder einzelne Spieler am Ende für sich sagen kann, okay, ich bin komplett platt, habe mich ausgepowert, mehr konnte ich der Mannschaft nicht mitgeben, um zu gewinnen: Dann ist das die Grundtugend, die wir alle in den nächsten Spielen brauchen."

"Jeder kann seinen Teil dazu beitragen"

Gegen die Hoffenheimer musste der Innenverteidiger in der Pause wegen Wadenproblemen raus. Von der Bank aus war Hack ständiger Motivator seiner Kollegen. "Im Stadion ist es ohne die Zuschauerkulisse so leise. Du kriegst die Stimmung von der ganzen Mannschaft mit. Du hörst alles. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Auch wenn du nicht spielst, du kannst Gas geben, kannst die Jungs pushen. Ich hatte bis gestern keine Stimme, weil ich von draußen Vollgas gegeben habe. Alle müssen von außen pushen, Feedback geben, coachen. Es gibt nichts Geileres für einen Fußballer, als wenn du nach einer guten Aktion von den anderen ein positives Feedback kriegst."

Arschbacken zusammenkneifen und die letzten Spiele positiv gestalten

15 Punkte sind in dieser Bundesliga-Endphase noch zu vergeben. Die Aufgabe sei, mehr Zähler zu holen als die Konkurrenz, hat Chefcoach Beierlorzer als Ziel ausgegeben. "Es geht nur noch darum, Leistung abzurufen und sich darauf zu fokussieren, was wir tun müssen. Und wir brauchen Punkte. Wir haben die Wucht von Union angenommen und gegen Hoffenheim ein gutes Spiel gemacht, das ist schon mal viel wert. Wir sind drauf und dran, müssen den Glauben hoch halten, dann werden wir uns belohnen", erklärte der Trainer. "Arschbacken zusammenkneifen und die letzten Spiele positiv gestalten", heißt das bei Hack. 

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