Vorberichte 17.10.2019 — 15:00 Uhr

Drei Punkte zum Geburtstag?

Sandro Schwarz wird heute 41, Rouven Schröder morgen 44: "Unser Ziel ist es, einen weiteren Auswärtssieg zu landen"

In der vergangenen Saison reichte dem FSV der goldene Schuss von Jean-Philippe Mateta zum 1:0 bei der Fortuna.

Glückwünsche bereits vor einem Bundesligaspiel? Beim 1. FSV Mainz 05 ist das in dieser Woche möglich: Sandro Schwarz feiert heute seinen 41. Geburtstag. Sportvorstand Rouven Schröder wird morgen 44. Gefeiert wird jedoch erst später. Am liebsten nach einem Erfolg am Samstag (15.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf. "Unser Ziel ist es, einen weiteren Auswärtssieg zu landen", sagte der 05-Cheftrainer in der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Anpfiff und gab sich zuversichtlich, dass sein Team auch im zweiten Auswärtsspiel hintereinander eine entsprechende Leistung abrufen kann.

In Paderborn gewannen die 05ER 2:1, jetzt geht's nach Düsseldorf, danach kommt der 1. FC Köln in die OPEL ARENA. Dass der Druck besonders groß sei, diese Gegner auf Augenhöhe schlagen zu müssen, sei nicht das Thema im Vorfeld einer solchen Partie, betonte der Coach. Vielmehr "unsere Aufgaben zu 100 Prozent zu erfüllen, mit maximaler Bereitschaft, mit einer Lauf- und Sprintleistung ähnlich wie in Paderborn. Das ist unser Gradmesser. Wir müssen unseren Ansprüchen gerecht werden und uns freimachen von irgendwelchen Szenarien. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was wir spielen, welche Ausstrahlung wir zeigen wollen."

Andere Stimmungslage

Denn der Druck sei immer groß. Egal, um welches Bundesligaspiel es gehe. Für Trainer und Mannschaft gehe es jedoch in der Woche vor dem Anpfiff ausschließlich darum, sich Gedanken darüber zu machen, "was wir für einen Sieg brauchen. Was wir an Leistung und Bereitschaft produzieren, was wir an Inhalten abrufen müssen. Und zwar in jeder Trainingseinheit, in jeder Videositzung, in jeder Besprechung und Analyse", erklärte der 41-Jährige.

Die Pressekonferenz bei 05er.tv

Dass der Erfolg in Paderborn gut getan und allen Beteiligten ein gutes Gefühl gegeben habe, könne sich jeder vorstellen. "Es ist einfach eine andere Stimmungslage, wenn du mit einem Sieg in eine solche Länderspielpause gehst." An der Arbeit, an den Schwerpunkten im Training habe das das zweite Erfolgserlebnis der Saison jedoch nichts geändert. "Dranbleiben mit derselben Intensität, mit derselben Einstellung. Das ist der Anspruch für die Partie am Samstag", sagte Schwarz, der deshalb wie schon zuletzt im Training darauf Wert legte, dass die Gruppe Zug zum Tor entwickelt, auf Intensität in engen Räumen, auf Zweikampfschärfe.

Grundordnung noch offen

Dass Trainer Friedhelm Funkel mit der Fortuna wie schon in der Vorsaison auch aktuell sehr gegnerorientiert agiert, immer wieder mit verschiedenen Grundordnungen auf den Kontrahenten reagiert, macht die Vorbereitung nicht leichter. Offen ist noch die Frage, wie der FSV dort taktisch auftreten wird. In der vergangenen Runde gewann das Team in einer 4-3-3-Formation bei der Fortuna 1:0. In Paderborn fuhr Schwarz bestens mit einem flachen 4-4-2. Doch auch die Raute hat auswärts schon bestens funktioniert. "Wir versuchen rauszufinden, was diesmal das Beste ist. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Wir müssen abwägen, ob wir mit vier zentralen Mittelfeldspielern Überzahlsituationen haben wollen in der Raute, ob wir die Flügel doppelt besetzen, oder ob wir mit einem zentralen Stürmer und drei zentralen offensiven Mittelfeldspielern beginnen. Wir halten uns das noch offen." Zwei Trainingseinheiten hat der Trainer noch, um die beste Lösung zu finden. Auch personell. Es gibt vorher noch einen Checkup der Nationalspieler, wie sie die Reisen verkraftet haben. Auch das Thema Außenverteidiger ist schwierig. Aarón ist wieder fit, Ronaël-Pierre Gabriel ebenfalls, Daniel Brosinski hat als Linksverteidiger überzeugt, Ridle Baku machte seine Sache gut als rechter Abwehrspieler. Schwarz kündigte hier vorab eine "knappe Entscheidung" an.

Der 05-Trainer erwartet am Samstag aber in jedem Fall eine sehr aggressiv attackierende Düsseldorfer Mannschaft, die nach der 1:3-Niederlage in Berlin zu Hause nun ein anderes Gesicht zeigen wolle. "Darauf müssen wir uns einstellen",mahnte  Schwarz. "Es ist eine neue Aufgabe, der müssen wir uns mit unseren Möglichkeiten, unserer Gier und unserem Zweikampfverhalten stellen."

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