Profis 16.01.2021 — 19:30 Uhr

Gezeigt, dass wir kämpfen können

Mainzer Stimmen nach dem Remis beim BVB

Cheftrainer herzt Torhüter: Bo Svensson und Robin Zentner nach dem Punktgewinn in Dortmund.

Nach 90 Minuten waren die Gäste im Signal Iduna Park zu Dortmund fast zehn Kilometer mehr gelaufen als die favorisierte Borussia. Während dieser beeindruckende Wert zugegebenermaßen zum einen dem hohen Ballbesitzanteil der Gastgeber geschuldet war - die Mainzer hatten immer wieder, häufig erfolgreich, die Räume zustellen müssen - spiegelte er zum anderen auch die Einstellung des Teams des FSV wider, in dem jeder für jeden gekämpft und, wie vom Cheftrainer vor dem Anpfiff gefordert, der nächste Mitspieler als Absicherung stets in nächster Nähe auf seinen Einsatz gewartet hatte. Ein äußerst aufwendiges, gleichzeitig aber auch alternativloses, Unterfangen, wie sich heraustellen sollte. Und es wurde belohnt.

Engagement und Wille hatten gestimmt. Da waren sich die Protagonisten einig, und ordneten den Zähler beim Vizemeister als Punktgewinn ein. Obwohl drei Punkte durchaus greifbar gewesen waren nach einer Leistung, die, sofern die 05ER sie bestätigen, zuversichtlich stimmen darf für die kommenden Wochen und Monate im Abstiegskampf.

Erste 05-Stimmen

Robin Zentner: Wir sind gar nicht gut reingekommen und hatten Glück, dass das billige Gegentor zu Beginn zurückgenommen wurde. Danach waren wir gut im Spiel, haben zwar noch einige Chancen zugelassen, aber es war wichtig, mit dem 0:0 in die Pause zu gehen. Wir wussten, dass etwas zu holen ist und das hat man in der Kabine auch gespürt. Levin hat ein wunderschönes Tor gemacht und danach haben wir eigentlich gut verteidigt. Das Gegentor wäre einfach zu verhindern gewesen und insofern sehr unglücklich. Anschließend hatten wir Glück beim Elfmeter und sind am Ende zufrieden mit dem gewonnenen Punkt, der es in unserer Situation ist.

Ein Strahl aus dem Nichts: Öztunali dürfte mit dem 1:0 seine persönliche Bewerbung für das Tor des Monats abgegeben haben.

...der linke Fuß ist nicht nur zum Stehen da

Levin Öztunali: "Ich denke, wir haben uns in das Spiel reingekämpft, auch wenn anfangs nicht alles geklappt hat. Nach ein paar Minuten waren wir besser drin und kamen auch selbst immer wieder nach vorne. Natürlich war es super, der Mannschaft mit dem Tor zu helfen, weil es etwas mehr Sicherheit gebracht hat. Der Ball lag gut, ich hatte eine gute Position zum Tor, der linke Fuß ist nicht nur zum Stehen da und dann habe ich ihn halt reingeschossen. Wir wollten als Mannschaft auftreten, jeder hat für jeden gekämpft, wie man gesehen hat. Das müssen wir in den nächsten Spielen bestätigen."

Die Pressekonferenz mit Bo

Alexander Hack: "In der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben teilweise selber ein bisschen schwergemacht, weil wir nicht die nötige Ruhe hatten. Gegen den Ball war es aber sehr gute Arbeit heute. Wir haben Gas gegeben, hatten viele Ballgewinne. Wenn wir den einen oder anderen Ball noch sauberer rausgespielt hätten, wären noch mehr Chancen drin gewesen. Wir haben viel geredet in den letzten Wochen und heute auf dem Platz, wie schon in der ersten Halbzeit in München, gezeigt, dass wir ein Team waren auf dem Platz und kämpfen können. Das ist für die Mannschaft wichtig und letztendlich für ganz Mainz. Man muss sehen, dass die Mannschaft will und da ist, Punkte holen will. Ich denke, heute haben wir den ersten Schritt gemacht, um uns Respekt zu holen. Ich schaue ich zuversichtlich in die nächsten Spiele, wenn Einstellung und Willen in der Form da sind."

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