Vorberichte 20.11.2020 — 14:30 Uhr

Gutes Gefühl aus der Pause mitnehmen

Nach zwei Trainingswochen geht Jan-Moritz Lichte mit seiner Mannschaft optimistisch gestimmt in das Auswärtsspiel am Sonntag beim SC Freiburg

Cheftrainer Jan-Moritz Lichte hat die Länderspielpause mit seinem Team für intensive Arbeit genutzt - inhaltlich und körperlich.

"Ein gutes Gefühl" verspürt Jan-Moritz Lichte nach der Länderspielpause und vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg am Sonntagnachmittag (15:30, live auf SKY und bei 05ER.fm). Der Cheftrainer des 1. FSV Mainz 05 berichtete auf der Pressekonferenz von zwei guten Trainingswochen am Bruchweg. "Wir haben intensiv gearbeitet, inhaltlich und auch körperlich. Jetzt gilt es die Nationalspieler in die Abläufe zu integrieren, die wir trainiert haben."

Lichte hatte mit seinem Trainerteam bewusst auf ein Testspiel in dieser Zeit verzichtet, um in Ruhe an Prinzipien und Schwerpunkten arbeiten zu können. Anhaltspunkte lieferten die Partien der 05ER in den vergangenen Wochen dafür genug, sowohl in negativer als auch positiver Hinsicht. "Es war eine Mischung aus den Dingen, die wir inhaltlich in den letzten Spielen festgemacht haben und unseren Prinzipien. Deshalb sind es keine neuen Abläufe, aber Inhalte, die zuvor nicht so gut geklappt haben, haben wir versucht aufzuarbeiten", erläuterte Lichte. "Die Dinge, an denen wir arbeiten wollen, weil sie unseren Spielstil ausmachen sollen, haben wir weiterhin trainiert."

Geschwindigkeit und Geduld

Die 05ER legen den Fokus weiterhin komplett auf die inhaltliche Arbeit, nach dem ersten Punkt im Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Lichte hatte trotz klarer Defizite im Defensivbereich insgesamt eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft auf dem Platz erkannt. Daran gelte es jetzt anzusetzen mit dem Ziel etwas mitzunehmen aus dem Breisgau und den Aufwärtstrend auch punktemäßig fortzusetzen. "Ich gehe die Partie in Freiburg an wie jede andere. Das bedeutet für mich volle Konzentration auf die tägliche Arbeit, auf die Idee, die wir für das Spiel entwickeln und am Ende die Umsetzung auf dem Platz", so der Chefcoach der Rheinhessen.

Mit dem Sportclub wartet auf die 05ER ein gewohnt unangenehmer Gegner, der nach einem guten Start mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen allerdings nur zwei weitere Punkte aus den folgenden fünf Partien holen konnte. "Freiburg lebt von der Intensität und sehr organisierten Abläufen, offensiv wie defensiv", beschreibt Lichte das Team von Christian Streich. "Wir stellen uns Balleroberungen in gewissen Bereichen vor und wollen dann schnell umschalten. Wir müssen Geschwindigkeit in unser Spiel bekommen." Gleichzeitig wisse man auch, dass man gegen die Freiburger geduldige Phasen haben müsse, "weil sie sehr organisierte Abläufe haben, bei denen es nicht immer ganz einfach ist, Druck drauf zu bekommen." Auch Standards seien ein Thema, "das sie seit Jahren offensiv stark macht", so Lichte. "Man kann trainieren, dass wir eng am Mann sind, Luftduelle angehen, Körperkontakt herstellen. Wir müssen vollen Fokus haben in jeder Situation, in der der Ball ruht."

 

Ballgewinne ohne Foul und schnelles Umschalten: Für Karim Onisiwo und seine Teamkollegen ist die Vorgabe von Trainer Jan-Moritz Lichte klar.

Selbstvertrauen getankt

Ruhen wird in den 90 Minuten auch die Freundschaft der Torhüter beider Klubs: Robin Zentner auf Mainzer Seite und der vom FSV nach Freiburg verliehene Florian Müller haben noch regelmäßigen Kontakt zueinander, wie Zentner im exklusiven 05-Newsletter (Hier geht’s zur Anmeldung) verriet: "Wir haben immer den Wettkampf im Auge gehabt, uns aber immer gut verstanden. Egal, wer gespielt hat, wir haben uns gegenseitig gepusht." 05-Chefcoach Lichte sieht seinen Stammtorwart als "ganz wichtigen Faktor unserer Mannschaft". "Flo war es die letzten Jahre auch schon mal. Er ist immer noch ein Mainzer Junge, der aber jetzt woanders spielt und sehen muss, dass er seinen Job gut macht."

Getan haben das auf jeden Fall die Nationalspieler, die am Donnerstag wieder in den Trainingsbetrieb am Bruchweg zurückgekehrt sind. Ádám Szalai qualifizierte sich mit der ungarischen Nationalelf für die Europameisterschaft im nächsten Jahr, musste allerdings verletzt die Heimreise antreten und wurde mittlerweile erfolgreich am linken Knie operiert. Auch auf Phillipp Mwene, der sich im Training eine Blessur zugezogen hatte und den gesperrten Danny Latza muss Lichte verzichten. Dagegen kehrten Jonny Burkardt und Finn Dahmen, die einen großen Anteil an der erfolgreichen EM-Qualifikation mit der deutschen U21-Nationalmannschaft hatten, mit einem Erfolgserlebnis zurück. "Alle haben einen sehr vernünftigen Job gemacht. Für Finn und Jonny sind das Momente, mit denen sie natürlich Selbstvertrauen tanken können", sagte Lichte. Diesen Schwung gilt es nun insgesamt mitzunehmen nach Freiburg, damit am Sonntag weitere Punkte auf der Habenseite der 05ER verbucht werden können.

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