Vorberichte 16.09.2021 — 17:00 Uhr

"Wir werden alle Fähigkeiten brauchen"

Spielprinzipien, Intensität und eine laute MEWA ARENA: Gegen den SC Freiburg müssen die 05ER am Samstag alles in die Waagschale werfen

Stefan Bell (re., im Zweikampf mit Karim Onisiwo) soll am Samstag die Kapitänsbinde des verletzt fehlenden Moussa Niakhaté übernehmen.

Zwei Mannschaften, die in dieser frühen Saisonphase bereits ihre gute Form bewiesen haben, treffen am Samstagnachmittag (15:30 Uhr, Live auf SKY und 05ER.fm / Rest-Tickets hier) in der Mainzer MEWA ARENA aufeinander. Die Tabellenkonstellation, die 05ER stehen derzeit auf dem vierten, der SC Freiburg auf dem fünften Platz, spielte für Bo Svensson in der Pressekonferenz vor der Partie keine Rolle, dafür umso mehr die Umsetzung der eigenen Prinzipien und die Stärke des Gegners aus dem Breisgau. "Wir werden alle Fähigkeiten brauchen, auch die Fans und unseren Heimvorteil, um diese harte Aufgabe zu lösen", machte der FSV-Cheftrainer klar, dass eine lautstarke Unterstützung der 05-Fans den Unterschied ausmachen kann.

In Erinnerung geblieben ist Svensson das letzte Heimspiel gegen den SCF in der vergangenen Rückrunde, das die Mainzer dank eines Treffers von Robin Quaison knapp mit 1:0 gewannen. Zwischen zwei guten Mannschaften auf Augenhöhe ging es damals in einer ausgeglichenen Partie hin und her. "Ich erwarte ein sehr ähnliches Spiel“, so der Mainzer Cheftrainer, der auch damals schon seinen Respekt vor der in Freiburg geleisteten Arbeit betont hatte und diese Worte erneuerte. "Der Ansatz beider Klubs ähnelt sich, einen eigenen Platz zu finden im deutschen Fußball und für etwas zu stehen, für das nicht jeder Verein steht."

Wofür auch die Freiburger unter ihrem Trainer Christian Streich seit Jahren bekannt sind, ist intensiver Fußball im Kollektiv. "Freiburg ist gut in Form. Sie sind, wie auch in der letzten Saison, sehr konstant und schwierig zu bespielen. Wie schwer es ist gegen sie zu gewinnen, zeigt auch ihre bisherige Bilanz. Trotz ihres anspruchsvollen Auftaktprogramms haben sie acht Punkte nach vier Spielen. Das zeigt, was für eine Klasse auf uns zukommt. Sie kennen ihre Rollen und ihre Art zu spielen ganz klar. Ihr Trainer hat eine klare Handschrift", beschreibt Svensson den Gegner.

Es geht darum, diese Tugenden von Mainz 05 in jeder Phase zu sehen

Auch die 05ER wollen ihre Art und Weise Fußball zu spielen, wie schon in weiten Teilen des Hoffenheim-Spiels wieder durchdrücken. Svensson betonte erneut die Wichtigkeit der eigenen Prinzipien: „Es geht darum, diese Tugenden von Mainz 05 in jeder Phase zu sehen. Dass das in manchen Phasen schwieriger ist umzusetzen, kann auch mal sein, aber es wird immer der Anspruch sein. Mein Ehrgeiz ist, Spiele zu gewinnen, egal in welcher Konstellation. Das versuche ich den Spielern zu vermitteln und ihnen die Dinge weiterzugeben, damit sie ihre beste Leistung abrufen können.“

Vertrauen in die Stärke des gesamten Kaders

Nicht zurückgreifen kann der Mainzer Cheftrainer am Samstag dabei auf seinen Kapitän. Moussa Niakhaté wird nach seiner in Hoffenheim erlittenen Oberschenkelverletzung voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen. Ein großer Verlust für das Team, betont auch Svensson: "Es gibt Gründe, warum er Kapitän bei uns geworden ist, er bringt das von seiner Persönlichkeit her mit, steht auch gerne in dieser Verantwortung. Er hat auf mehreren Ebenen einen Schritt nach vorne gemacht in letzter Zeit, deswegen können wir ihn nicht ersetzen." Gleichzeitig betonte der Däne sein Vertrauen in die Stärke des gesamten Kaders. "Der nächste ist jetzt an der Reihe, also gehen wir es an." Wie schon in Hoffenheim wird Stefan Bell die Binde von Niakhaté übernehmen.

Die Fähigkeit, Widerstände zu überwinden, ist sowieso Teil der Mainzer DNA. Dass sie es können, haben die 05ER auch in dieser Spielzeit schon bewiesen. Am Ende steht immer im Vordergrund: So intensiv und mannschaftlich geschlossen wie möglich über 90 Minuten zu agieren. "Für uns und den ganzen Verein geht es darum, kontinuierlich abzuliefern in unseren Prinzipien. Ob wir hohes Pressing spielen oder mal tief stehen, die Abstände müssen klein bleiben. Wir können es uns nicht leisten, dass Spieler sich raushalten aus der Defensivarbeit. So ist der Mainzer Fußball."

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