Vorberichte 08.11.2018 — 15:00 Uhr

Schwarz: "Fleißig sein ohne Ende"

05er fahren mit gutem Gefühl zum Auswärtsspiel, brauchen aber beim starken SC Freiburg viel Konsequenz in allen Bereichen und eine hohe Laufleistung

Der Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen den SV Werder Bremen war wichtig und hat die Gefühlslage beim 1. FSV Mainz 05 positiv beeinflusst. "Es ist ein Unterschied für das Klima, ob du Spiele verlierst oder gewinnst. Die Wochen zuvor waren oft frustrierend, weil die Ergebnisse nicht kamen, wie wir sie uns gewünscht hatten. Jetzt siehst du den Spielern im Gesicht an, dass die Laune natürlich besser ist", sagte Sandro Schwarz in der Pressekonferenz vor dem Samstagspiel (15.30 Uhr) beim SC Freiburg. Der Trainer erwartet von seinem Team im Schwarzwald-Stadion eine ähnliche Leistung in allen Bereichen wie zuletzt zu Hause, um den ersten Auswärtssieg der Saison möglich zu machen.

Mit drei Auswärtspunkten in die Länderspielpause gehen. Das ist das erklärte Ziel des 05-Trainers. In den zurückliegenden Spielen auswärts sei die Mannschaft nahe an den Ergebnissen dran gewesen. Im Pokal, in Leverkusen, Schalke oder Nürnberg. "Konsequenz ist einfach das Thema", sagte Schwarz, der weiß, was seine Mannschaft im Breisgau erwartet: Ein Gegner, der zuletzt einen Punkt beim FC Bayern erobert, der in den vergangenen acht Bundesliga-Begegnungen nur eine Niederlage kassiert hat, der im Augenblick ein starkes Bild abgibt, der vor allen Dingen aber mit extrem hohem Engagement seine Aufgaben erledigt und darüber zu seinem Spiel findet.

Keinen Spielraum lassen

"Du darfst da keinen Spielraum lassen", erklärte der 40-Jährige 05-Trainer. "Wir müssen die Grenzen, was die Intensität angeht, noch einmal nach oben schrauben. Neben einer starken Physis müssen wir aber auch die Phasen haben mit sehr kompakter Verteidigung, mit Aggressivität. So, wie im Bremen-Spiel mit aktiven Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Und wenn der Gegner uns lässt, sollten wir es nutzen, um sehr gut Fußball zu spielen und Torgefahr zu entwickeln."

Im letzten Heimspiel hatten die Mainzer 80 Balleroberungen gehabt. "Der Gegner muss mehr den Ball haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, auf eine solche Quote zu kommen", sagte Schwarz halb im Scherz. "Du brauchst einfach die Aktivität und die richtige Raumaufteilung, musst zustechen, den letzten Schritt reinmachen, dahinter absichern, brauchst geringe Abstände, Aktivität und Mut zum Nachrücken. Das ist das Thema, und das wird der Auftrag sein. Gegen sehr laufstarke Freiburger müssen wir uns darauf einstellen, selbst viel zu laufen. Du kannst nicht dahin marschieren, den Ball haben und etwas Fußball spielen wollen. Du musst sofort fleißig sein ohne Ende. Wenn du das nicht bist, hast du gegen Freiburg keine Chance." Dabei gelte es die Reihenfolge zu beachten. Über diese Giftigkeit müsse sich die Mannschaft ein gutes Gefühl holen und dann fußballerische Qualität reinbringen.

Respekt vor Freiburger Intensität

"Wir haben es letzte Saison beim 1:2 in Freiburg gesehen, dass wir eine gewisse Dominanz hatten. Die darf dich aber nicht einschläfern, der Ballbesitz darf uns nicht einlullen. Das wird wichtig sein. Wir müssen trotzdem dran bleiben, brauchen eine gute Kontersicherung und sowohl im gegnerischen, als auch im eigenen Strafraum eine große Konsequenz. Alle diese Kleinigkeiten, die uns gegen Bremen ausgezeichnet haben. Wir haben großen Respekt vor ihrer Intensität. In Freiburg zu spielen heißt laufen, laufen, laufen. Sich darauf einzulassen, das  wird der Schlüssel sein. Sonst wirst du überrollt", warnte Schwarz.

Ridle Baku und Torhüter Florian Müller fehlen weiterhin wegen Verletzung, genauso wie die schon länger fehlenden René Adler und Emil Beggreen. Ansonsten kann der 05-Trainer auf ein umfangreiches Kader-Angebot zurückgreifen. "Klar, es wird wieder einige Härtefälle geben. Es sind nie angenehme Entscheidungen, den Kader und die Aufstellung zu benennen, wenn die Konkurrenz groß ist", sagte Schwarz. Richtig mit dieser Situation umgehen und alles dafür tun, sie zu verändern, sei die Devise. Der Trainer nannte Giulio Donati, der bislang noch keinen Einsatz hatte, als Beispiel. "Die Qualität und Mentalität, die Giulio im Training reinbringt. Das brauchen wir. Aktiv sein, Dinge beeinflussen, damit man die Möglichkeit bekommt, auf dem Platz zu stehen. Es ist die Pflicht eines Profis, das Optimale rauszuholen, seine Qualität zu steigern, besser zu werden. Das ist Leistungssport. Dann kommt der Tag X, an dem man bereit sein muss."

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