Profis 20.09.2020 — 18:30 Uhr

Latza: "Wir haben Haltung bewahrt"

Erste Stimmen der 05ER nach der Auftaktniederlage in Leipzig

Keine zwei Meinungen gab es nach dem Schlusspfiff des 05-Auftakts in Leipzig: Der 3:1-Sieg der Gastgeber war trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers der 05ER kurz nach der Pause hochverdient gewesen. Zu viele Räume hatte der FSV dem Kontrahenten allen voran in den ersten 30 Minuten der Partie gelassen und war dennoch "nur" mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Katakomben gegangen. Danach lief es zwar besser, dennoch zeigten die Leipziger, warum sie in der vergangenen Runde bis ins Champions-League-Halbfinale hatten vordringen können. Positiv zu vermerken blieb: Die 05ER hatten nach wackliger Anfangsphase Haltung bewahrt, wie der Kapitän hervorhob, und, anders als in der Vorsaison, ein Debakel verhindern können.

Erste Stimmen aus Leipzig

Rouven Schröder: "Wir haben gegen einen Champions-League-Halbfinalisten mit sehr gutem Kader gespielt. Leipzig hat zu Beginn sehr gut kombiniert und gezeigt, wer Herr im Haus ist. Wir haben versucht, das zu unterbinden, es aber zunächst nicht geschafft. Erstaunlich war eigentlich, dass die Leipziger Chancen besser herausgespielt waren als ihre Tore. Trotz allem hattest du das Gefühl, dass was drin ist, spätestens nach dem 2:1. Daran müssen wir arbeiten, dass wir nicht direkt das dritte Tor bekommen. Am Ende des Tages war es ein verdienter Sieg für Leipzig. Wir müssen uns den Mut erarbeiten und in den Zweikämpfen ekliger sein. Für uns gilt es, in jedem Bundesliga-Spiel an unsere Grenze gehen, jeder kann sich jetzt in der Woche für das Spiel gegen Stuttgart empfehlen."

Achim Beierlorzer: "Leipzig hat hochverdient gewonnen, herzlichen Glückwunsch. Wir haben uns vorgenommen, mit zwei ganz engen Viererketten zu agieren, dann gab es nach 15 Minuten das unsägliche Missverständnis, das den Elfmeter zur Folge hatte. Dann wird’s natürlich richtig schwer, denn wir wollten lange die Null halten und gut umschalten. Wir konnten uns aber kaum durchsetzen. RB hat es sehr gut gemacht, war technisch versiert. Nach der Halbzeit sind wir super reingekommen, wollten außen aggressiver attackieren. Wir hatten dann gleich den Anschlusstreffer, aber das hat nicht gereicht. Wir müssen uns auf Stuttgart konzentrieren und wollen uns dort durchsetzen."

Robin Zentner zeigte bei seiner Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne gleich mehrere starke Reflexe.

Danny Latza: "Wir hatten heute wenig Ballbesitz, womit zu rechnen war. Ärgerlich war, dass wir in den ersten 20 Minuten die beiden Gegentore bekommen haben, da hat vielleicht ein Stück weit das Grübeln angefangen. Aber wir haben Haltung bewahrt, kamen gut aus der Pause. Da dachten wir, wir können vielleicht was reißen, haben aber das blöde 1:3 bekommen. Stuttgart wird ein ganz anderes Spiel, wir spielen zuhause vor Zuschauern, wir haben heute gespürt, wieviel Spaß diese Atmosphäre macht. Dennoch müssen wir das Spiel heute analysieren und nächste Woche mehr Präsenz nach vorne zeigen."

Robin Zentner: "In der ersten Halbzeit sind wir nicht reingekommen und hatten gar keine Entlastungsangriffe, der Ball war viel zu schnell wieder weg. Wir sind so nach 21 Minuten schon wieder den zwei Toren hinterhergelaufen. Nach der Pause haben wir es besser gemacht mit einem neuen Plan, der besser aufgegangen ist. Das schnell 3:1 war dann bitter, letztendlich haben wir verdient verloren."

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