Vorberichte 24.01.2023 — 16:15 Uhr

Svensson: "Müssen auf einem höheren Level liefern"

Die Aussagen des Mainzer Cheftrainers vor dem Heimspiel gegen den BVB

Anton Stach (re.) ist nach seiner Verletzung für das Dortmund-Spiel "auf jeden Fall eine Alternative."

Am Mittwochabend (18:30 Uhr, live auf Sky und 05ER.fm) empfängt der 1. FSV Mainz 05 Borussia Dortmund zum ersten Heimspiel des Jahres 2023 in der MEWA ARENA. Mehr als 30.000 Tickets sind bereits verkauft, Restkarten sind hier oder an den Tageskassen noch erhältlich. FSV-Trainer Bo Svensson sieht in dem kommenden Gegner, unabhängig von den bislang geholten Punkten, "eine der drei besten Mannschaften in Deutschland." Mit 28 Zählern steht der BVB aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz und läuft den eigenen Ansprüchen damit möglicherweise noch ein bisschen hinterher. Und dennoch: "Es ist Borussia Dortmund, sie sind natürlich sehr gut, auch wenn sie sich gewünscht hätten, ein paar Punkte mehr zu haben", weiß Svensson.

Die Pressekonferenz vor #M05BVB

Qualitäten gegen Top-Teams unter Beweis gestellt

Im bisherigen Saisonverlauf habe man bereits bewiesen, dass man das eigene Spiel, "auch gegen sehr gute Gegner" auf den Platz bekommen und sie "richtig vor Probleme stellen kann", erinnert der 05-Coach beispielsweise an die Auftritte seiner Mannschaft gegen Leipzig und Eintracht Frankfurt. Dies sei auch der Anspruch für das Dortmund-Spiel.

Es ist Borussia Dortmund, sie sind natürlich sehr gut.

Man wolle "gut verteidigen, es eng machen, sodass sie es schwer haben, uns zu bespielen", gibt der 05-Coach die Marschroute für den Heim-Auftakt vor. Dabei sei es insgesamt wichtig, die Intensität auf den Platz bringen und effektiv in der Verwertung von Torchancen zu sein. Bei der Partie in Stuttgart habe hin und wieder die Abgeklärtheit gefehlt, das müsse gegen den BVB besser werden. "Wenn du gegen Dortmund weit vom Gegner weg bist, die Bälle nicht sauber klärst oder dich im Zweikampf nicht geschickt verhältst, wirst du Probleme bekommen", weiß Svensson und hebt den Gegentreffer in der Mercedes-Benz Arena als Negativbeispiel heraus. "In dieser 30-sekündigen Szene hatten wir vier oder fünf Verhaltensweisen drin, die nicht gut waren", erklärt der Däne, woran es zu arbeiten gilt. 

Schneller Lerneffekt notwendig

Daraus müsse man schnell lernen, denn Borussia Dortmund bringe "offensiv sehr viel Qualität, Tempo und individuelle Klasse" mit. "Da müssen wir auf einem höheren Level liefern", weiß Svensson, was es braucht, um am Mittwoch eine Chance zu haben, denn der BVB sei "auf jeder Position hochqualitativ und auch in der Breite sehr gut besetzt."

Wir werden andere Lösungen finden.

Dass es durch den Ausfall von Dortmunds Mittelfeldmotor Jude Bellingham einfacher für die 05ER wird, glaubt Svensson indes nicht, auch wenn der junge Engländer "einer der besten Spieler der Bundesliga" und seine Sperre entsprechend "natürlich ein Verlust" für den Revier-Klub sei. "Da kommt dann halt ein anderer Nationalspieler auf uns zu", stellt der Mainzer Trainer die Breite des Dortmunder Kaders erneut heraus und erklärt, dass mit Dominik Kohr auch dem FSV ein wichtiger Mittelfeldspieler gelbgesperrt nicht zur Verfügung steht. "Er spielt in der Mitte, direkt vor der Abwehr und ist für unser Spiel insgesamt sehr wichtig. Entsprechend schmerzt es, wenn er fehlt", so Svensson. Dennoch sei man im Mittelfeld, wie schon oft betont, gut aufgestellt und werde "andere Lösungen finden."

Vorfreude auf Dortmund

Viele Optionen im Mittelfeld - und auch in der Abwehr

Ob diese Lösung Anton Stach heißt, sei noch unklar. Klar sei lediglich, dass Stach noch nicht über die volle Distanz gehen könne. Man müsse daher gemeinsam mit dem Spieler abwägen, ob es sinnvoller ist, ihn von Beginn an zu bringen, oder ihn später einzuwechseln. "Er ist auf jeden Fall eine Alternative und beides ist möglich", so der 05-Übungsleiter.

Und auch in der Innenverteidigung sei die Zahl der Alternativen größer geworden, erklärt Svensson mit Blick auf Stefan Bell, der gegen Stuttgart noch gelbgesperrt gefehlt hatte. "Nach seiner Verletzung in der Vorbereitung ist er mit jedem Trainingstag mehr eine Alternative geworden", erinnert Svensson an den Muskelfaserriss, den sich der Routinier im Dezember zugezogen hatte. Auch Maxim Leitsch und Andreas Hanche-Olsen kämen näher an die Mannschaft heran. "Alle drei trainieren und haben aufgrund ihrer Ausfallzeit ein wenig Rückstand. Aber wir wissen, dass wir, vielleicht jetzt schon oder sehr bald, mehr Auswahlmöglichkeiten in der Innenverteidigung haben werden", ist Svensson optimistisch.

Zentner oder Dahmen? Und drei Ausfälle im Sturm

Auch eine Reihe dahinter macht sich der 43-Jährige trotz der anhaltenden Rückenbeschwerden bei Stammkeeper Robin Zentner keine Sorgen. "Robin hat gestern nicht trainieren können. Wir gucken, ob er es heute kann. Ansonsten wissen wir, und haben es auch am Wochenende gesehen, dass wir uns auch mit Finn Dahmen keine Gedanken machen müssen. Wenn Robin heute nicht trainieren kann, steht Finn morgen im Tor", klärt Svensson auf.

Wenn Robin heute nicht trainieren kann, steht Finn morgen im Tor.

Nicht zur Verfügung stehen derweil weiterhin die drei Angreifer Delano Burgzorg, Marlon Mustapha und Jonathan Burkardt, die das Mannschaftstraining allesamt noch nicht wieder aufgenommen haben.

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