U23 19.04.2021 — 19:00 Uhr

"Wir müssen sie nerven": U23 zu Gast in Homburg

Gaul sieht gute Fortschritte in der Entwicklung seines Teams / Papela "gutes Beispiel dafür, welche Funktion eine U23 erfüllen kann"

Stephan Fürstner (hier im Zweikampf beim 1:1 im Hinspiel) soll in Homburg wieder seine Erfahrung auf den Platz bringen.

Drei Tage nach dem Heimerfolg gegen den KSV Hessen Kassel ist die U23 des 1. FSV Mainz 05 am Dienstagabend (18 Uhr) wieder gefordert. Auswärts beim FC 08 Homburg wollen die 05ER gegen einen erneut mit Erfahrung und Qualität bestückten Gegner bestehen und ihre Stärken ausspielen. "Zieht man die letzten Wochen insgesamt in Betracht, haben wir gute Fortschritte gemacht", sagt Bartosch Gaul. "Wenn wir das so weiterführen, glaube ich, dass wir auch morgen in Homburg etwas holen können", so der U23-Cheftrainer.

Mit Ausnahme der Niederlage beim Tabellenletzten in Stadtallendorf vergangene Woche zeigten die 05ER fast durchgehend ordentliche bis sehr gute Leistungen und eine klare Weiterentwicklung - sowohl individuell als auch mannschaftlich. Exemplarisch dafür steht Routinier Stephan Fürstner, der beständig abliefert im defensiven Mittelfeld und mit mittlerweile vier Saisontreffern auch seine Torgefährlichkeit entdeckt hat. Gleichzeitig können sich an der Seite der erfahrenen Spieler in der höchsten Ausbildungsmannschaft die Jungprofis optimal entfalten.

Man merkt Merveille an, dass ihm die permanente Spielpraxis sehr gut tut in seiner Entwicklung. Er ist ein gutes Beispiel dafür, welche Funktion eine U23 erfüllen kann

Merveille Papela ist neben Paul Nebel, Marlon Mustapha oder Niklas Tauer einer der Spieler, die bei den Profis trainieren und regelmäßig Spielpraxis in der U23 sammeln dürfen. Er könnte auch im Saarland wieder das Zentrum beackern. "Was ihn auszeichnet, sind seine aggressiven Ballgewinne. Er verteidigt sehr gut nach vorne und hat nur einen Impuls: auf den Ball zu gehen", zählt Gaul die besonderen Qualitäten des 20-Jährigen auf, der auf einem guten Weg sei. "Man merkt Merveille an, dass ihm die permanente Spielpraxis sehr gut tut hat in seiner Entwicklung. Er ist ein gutes Beispiel dafür, welche Funktion eine U23 erfüllen kann", betont der U23-Chefcoach.

Immer wieder die Tiefe bespielen

Die Homburger schätzt Gaul als "erfahren, fußballerisch gut und variabel" ein. "Durch ihre starken Flügelspieler, aber auch die Sicherheit im Zentrum können sie gut die Tiefe bespielen und für Torgefahr sorgen. Mit ihrer Kopfballstärke sind sie aber auch bei Standards gefährlich, da haben sie 25 Prozent ihrer Tore erzielt." Für seine Mannschaft gelte daher die Vorgabe, die eigene Lauf- und Sprintstärke wieder auf den Platz zu bringen: "Wir müssen sie nerven", sagt der Mainzer Fußballlehrer. Dementsprechend sei es wichtig, immer wieder die Tiefe zu bespielen und den Gegner in diese Situationen reinzubekommen, so wie es gegen Kassel oft funktioniert hat.

Wir müssen sie nerven

Die große Rotationsmaschine will der U23-Cheftrainer in dieser Englischen Woche aller Voraussicht nicht anwerfen, eine gewisse Stabilität sei auch unterbewusst wichtig für die Mannschaft. Dennoch: "Wir müssen als U23 immer punktuell Dinge verändern, je nachdem, wie viele Spieler von den Profis runterkommen, deshalb haben wir da schon eine gewisse Rotation", so Gaul, der noch nicht weiß, ob neben Papela weitere Jungprofis mitwirken können. Fehlen werden dem FSV bei den Homburgern auf jeden Fall der gelbgeperrte Mustapha und die im Aufbautraining befindlichen Luis Kersthold, Corey Lee Anton, Raúl Luisi Robles und Patrick Manthe.

Die Gastgeber übertragen die Partie im (kostenpflichtigen) Live-Stream.

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